Tag: Bio Baumwolle

04 Dez

Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser und der bedeutendste Textilrohstoff der Welt. Gewonnen wird sie aus Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium). Die Baumwollfaser läßt sich 8-10 % dehnen und ist so saugfähig, daß sie ca. 65 % ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen kann. Diese hydrophile Eigenschaft ist übrigens der Hauptgrund für die große Hautfreundlichkeit von Baumwolle, sowie das geringe Allergiepotential dieses Textilstoffes. Hauptanbauländer sind China, Indien, Rußland, Pakistan, Brasilien, Türkei, Ägypten, die USA und Argentinien. (Quelle: wollknolle.de)

Baumwolle ist eine sehr alte Kulturpflanze. In mexikanischen Höhlen wurden Baumwollkleider gefunden, die etwa 7.000 Jahre alt sind. Die Baumwollpflanze gehört zu den Malvengewächsen. Sie wächst vor allem in den Tropen und Subtropen. Man unterscheidet bis zu 51 Arten. In Europa ist Griechenland das einzige Land mit einer größeren Produktionsmenge (Platz 10 der Weltrangliste).

Die lange Wachstumszeit der Baumwolle erfordert nach der Ernte eine rasche Feldbestellung und Neuaussaat. Daher ist der Anbau von Zwischenfrüchten zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Unterdrückung von Unkräutern kaum möglich. Besonders auf großen Flächen wird Baumwolle oft ohne Fruchtwechsel mit anderen Nutzpflanzen angebaut. Infolge dieser Monokulturen ist die großflächige Baumwollproduktion stark von Pflanzenschutz-Mitteln abhängig. Baumwolle gilt als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Chemikalien. Auf Baumwolle entfielen 1999/2000 etwa 11% des weltweiten Pestizidmarktes. Daher gilt sie unter Umweltschutzaspekten als sehr bedenklich. Auch der Wasserverbrauch ist als sehr problematisch anzusehen. Besonders bekannt wurde in diesem Zusammenhang der Aralsee, der seit den späten 1960er Jahren stark an Wasser verloren hat, da eine große Menge Wasser zu Bewässerungszwecken für den Baumwollanbau abgezweigt wird, bevor es den See erreichen kann. Dies führte zu einer weit reichenden Versalzung.

Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle

Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Anfang 2010 wurde die Textilbranche von groß angelegtem Betrug mit angeblicher Biobaumwolle erschüttert, ein großer Teil der aus Indien stammenden Biobaumwolle wurde gentechnisch verändert. Der Betrug wurde bereits im April 2009 von indischen Behörden aufgedeckt. Zusammen mit westlichen Zertifizierungsunternehmen haben zahlreiche Dörfer gentechnisch veränderte Baumwolle als Bioprodukt deklariert und in großen Mengen in Umlauf gebracht – ein klarer Verstoß gegen die strengen Standards für Ökotextilien. Von dem Betrug betroffen sind namhafte Handelsketten wie H&M, C&A und Tschibo“. I
Lesen Sie unter „Info, kbA“ (kontrolliert biologischer Anbau) auf meiner Site/frontpage, welche Kriterien Biobaumwolle erfüllen muss, damit sie als Bio-Bauwolle zertifiziert werden darf. (Quelle: wikipedia.ch)

04 Dez

kbA Bio Baumwolle

kbA ist das Acromym für kontrolliert biologischer Anbau

Baumwollanbau

Im konventionellen Baumwollanbau werden viele Umweltsünden begangen:
Da die Baumwollpflanze sehr anspruchsvoll und äusserst anfällig ist, werden im konventionellen (herkömmlichen) Anbauverfahren grosse Mengen an Pestiziden und anderen gefährlichen Chemikalien verwendet. Dies führt zur Vergiftung des Wasser und der Landarbeiter, zum Sterben der Vögel und Fische mit katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt.

Die Alternative zu diesem herkömmlichen, schädlichen Anbau ist der biologische Anbau, woraus dann die Biobaumwolle hervorgeht. Wenn der Anbau international festgelegten Kriterien entspricht und regelmässigen, strengen Kontrollen unterliegt, erhält die Baumwolle ein Zertifikat und darf als kbA Bio-Baumwolle vermarktet werden.

Sowohl Produzenten wie Konsumenten von kbA Bio-Baumwolle leisten einen Beitrag zur Pflege der Erde:
Für den Anbau von kbA Biobaumwolle gilt folgendes:

  • keine Pestizide, keine Fungizide, keine Insektizide,
  • keine Gentechnologie
  •  kein Kunstdünger
  • keine Entlaubungsmittel
  • nur mechanische oder biologische Unkrautbekämpfung
  • keinerlei kritische Mittel bei Weiterverarbeitung
  •  menschenwürdige Arbeitsbedingungen und fairer Handel