Category: Naturmaterialien für Bekleidung

04 Dez

Bambus

Bambus wird seit einiger Zeit intensiv als ökologischer Rohstoff vermarktet. Er wird als die neue grüne Wunderpflanze angepriesen. Insbesondere Textilhersteller machen den Käufer glauben, Bambus sei die umweltfreundliche Alternative zur Baumwolle. Leider wächst aber die Mehrheit der im blühenden Bambustextilmarkt verwendeten Bambusstoffe nicht in der Natur, sondern wird in chemischen Prozessen synthetisch hergestellt.

Der Handel preist den Bambus als seidenweiche, saugfähige, atmungsaktive und Temperatur ausgleichende Superfaser an, was deren höheren Verkaufspreis rechtfertigen soll.
Leider besteht das „grüne“ Bambus-Kleidungsstück aber meistens aus gewöhnlicher Viskose, also aus einer Kunstfaser.
Es handelt sich in den meisten Fällen um einen echten Etiketten-Schwindel, respektive um bewusste Irreführung, denn das Endprodukt hat praktisch nichts mehr mit dem Ausgangsstoff zu tun.

Bambus

Tatsächlich wird der Rohstoff Bambuszellulose im Viskoseverfahren chemisch-technisch so verändert, dass dabei ein neues Produkt entsteht, das mit dem Basisstoff kaum noch Ähnlichkeit hat. Man könnte im gleichen Verfahren auch Zellulose von anderen Basisstoffen wie zum Beispiel Buchenholz verwenden und käme zum gleichen Resultat. Zudem entstehen beim aufwändigen chemischen Viskoseverfahren Stoffe, die teils umweltbelastend und giftig sind. Somit haben diese Textilien die Bezeichnung “grün“ keinesfalls verdient.
Die Bambusviskose wird zum grössten Teil von chinesischen Chemiefirmen mit Einsatz enormer Chemikalienmengen hergestellt.

Es gibt tatsächlich Textilien, die aus echtem Bambus hergestellt sind. Doch da die Naturfaser Bambus selbst sehr spröde ist, braucht es immer eine spezielle Bearbeitung, um die Faser mit der kratzigen Textur in feines, tragbares Material zu verwandeln. Die Luzerner Firma Litrax ist weltweit die einzige Firma, die natürliche Bambusfasern in einem Hightech-Verfahren mit Hilfe von Enzymen zu weichen, tragbaren Fasern verarbeiten kann. Echte Bambusfasern kommen jedoch in Textilien eher selten vor.
Der Laie kann die Natur- von der Kunstfaser nicht unterscheiden. (Quelle: Zusammenfassung eines Textes über Etikettenschwindel im Textilgeschäft, entnommen aus dem Beobachter Natur Nr. 6/2010)

04 Dez

Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser und der bedeutendste Textilrohstoff der Welt. Gewonnen wird sie aus Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium). Die Baumwollfaser läßt sich 8-10 % dehnen und ist so saugfähig, daß sie ca. 65 % ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen kann. Diese hydrophile Eigenschaft ist übrigens der Hauptgrund für die große Hautfreundlichkeit von Baumwolle, sowie das geringe Allergiepotential dieses Textilstoffes. Hauptanbauländer sind China, Indien, Rußland, Pakistan, Brasilien, Türkei, Ägypten, die USA und Argentinien. (Quelle: wollknolle.de)

Baumwolle ist eine sehr alte Kulturpflanze. In mexikanischen Höhlen wurden Baumwollkleider gefunden, die etwa 7.000 Jahre alt sind. Die Baumwollpflanze gehört zu den Malvengewächsen. Sie wächst vor allem in den Tropen und Subtropen. Man unterscheidet bis zu 51 Arten. In Europa ist Griechenland das einzige Land mit einer größeren Produktionsmenge (Platz 10 der Weltrangliste).

Die lange Wachstumszeit der Baumwolle erfordert nach der Ernte eine rasche Feldbestellung und Neuaussaat. Daher ist der Anbau von Zwischenfrüchten zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Unterdrückung von Unkräutern kaum möglich. Besonders auf großen Flächen wird Baumwolle oft ohne Fruchtwechsel mit anderen Nutzpflanzen angebaut. Infolge dieser Monokulturen ist die großflächige Baumwollproduktion stark von Pflanzenschutz-Mitteln abhängig. Baumwolle gilt als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Chemikalien. Auf Baumwolle entfielen 1999/2000 etwa 11% des weltweiten Pestizidmarktes. Daher gilt sie unter Umweltschutzaspekten als sehr bedenklich. Auch der Wasserverbrauch ist als sehr problematisch anzusehen. Besonders bekannt wurde in diesem Zusammenhang der Aralsee, der seit den späten 1960er Jahren stark an Wasser verloren hat, da eine große Menge Wasser zu Bewässerungszwecken für den Baumwollanbau abgezweigt wird, bevor es den See erreichen kann. Dies führte zu einer weit reichenden Versalzung.

Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle

Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Anfang 2010 wurde die Textilbranche von groß angelegtem Betrug mit angeblicher Biobaumwolle erschüttert, ein großer Teil der aus Indien stammenden Biobaumwolle wurde gentechnisch verändert. Der Betrug wurde bereits im April 2009 von indischen Behörden aufgedeckt. Zusammen mit westlichen Zertifizierungsunternehmen haben zahlreiche Dörfer gentechnisch veränderte Baumwolle als Bioprodukt deklariert und in großen Mengen in Umlauf gebracht – ein klarer Verstoß gegen die strengen Standards für Ökotextilien. Von dem Betrug betroffen sind namhafte Handelsketten wie H&M, C&A und Tschibo“. I
Lesen Sie unter „Info, kbA“ (kontrolliert biologischer Anbau) auf meiner Site/frontpage, welche Kriterien Biobaumwolle erfüllen muss, damit sie als Bio-Bauwolle zertifiziert werden darf. (Quelle: wikipedia.ch)

05 Apr

Futter für Nutztiere

Wer biologisch zertifiziertes Fleisch von Nutztieren verzehrt, kann sich hier ein Bild machen, welche Verordnungen auf einem Schweizer Biohof eingehalten werden müssen:

Biologische Landwirtschaft:

„Die Tierhaltung muss möglichst vollständig in das individuelle Betriebssystem integriert werden.

Die Anzahl der Tiere pro ha landwirtschaftlicher Nutzfläche ist daher im Mittel deutlich niedriger als auf konventionellen Tierhaltungsbetrieben. Dieser systemorientierte Ansatz stellt eine angepasste Wirtschaftsdüngerversorgung sicher, vermeidet unerwünschte Umwelteffekte wie beispielsweise Nitratauswaschungen und überhöhte Stickstoff-Emissionen in die Atmosphäre.

Stickstoff, ein zentraler Nährstoff für das Pflanzenwachstum, ist im Öko-Betrieb ein knapper Faktor, da er nicht als mineralisches Düngemittel zugekauft werden darf.
Um den Stickstoff-Anteil im Boden zu erhöhen, werden Leguminosen, etwa als Grasmischungen (Klee- oder Luzernegras) oder Körnerleguminosen (Erbsen, Bohnen, Lupinen, Sojabohnen), angebaut. Diese dienen zugleich als vielseitig einsetzbare Futtermittel.“

aus: https://www.boelw.de

 

Zwingend: Bedarfsgerechte und artgemäße Fütterung mit betriebseigenem biologisch zertifiziertem Futter

 

Die folgenden Vorschriften, die ich aus „www.bioaktuell.ch“ entnommen habe, sind interessant zu lesen. Ich habe nur vereinzelte Texte ausgesucht, denn die ganze Verordnung umfasst 285 A4 Seiten.

“ Verbotene Futtermittel und Fütterungsmethoden für alle Tiere

  • chemisch-synthetische Zusatzstoffe (Harnstoff, antimikrobielle Leistungsförderer, Enzyme, synthetische Aminosäuren usw.);
  • Tiermehl
  • Gastroabfälle
  • Mastmethoden mit Zwangsfütterung sowie die Haltung von Tieren unter Bedingungen, die zu Anämie führen können.

Siliermitteleinsatz

Als Siliermittel und bei Nachgärung im Silo sind nur die in der Betriebsmittelliste aufgeführten Siliermittel oder Salzwasserlösung mit Wasserpresse (oder Abdecken) zugelassen. Als Siliermittel sind Säuren (z. B. Luprosil), Enzyme und andere chemisch-synthetische Mittel ausdrücklich verboten. (MKA 5/2016)“

Da die Vorschriften ziemlich komplex sind, Ausnahmen und Prozentangaben vorkommen, muss ein Bio Bauer vieles lesen und lernen, und sich immer wieder überprüfen, ob der noch im erlaubten Bereich arbeitet.

„Bestimmungen für Wiederkäuer
Wiederkäuer müssen mindestens 90 Prozent der Futtertrockensubstanz pro Tierkategorie in Form von frischem, siliertem oder getrocknetem Raufutter erhalten.
Wiederkäuer erhalten 100 Prozent biologisches Futter. Davon müssen gem. Art. 4.2.3.1 mindestens 90 Prozent Knospe-Qualität aufweisen. Die restlichen 10 Prozent können mit folgenden Futtermitteln, welche nach Bio- Verordnung (CH oder EU) zertifiziert sind, abgedeckt werden:

Liste der zulässigen nach Bio-Verordnung (CH oder EU) zertifizierten Futtermittel für Wiederkäuer

Raufutter (gem. Art. 4.2.1.2)
Leinsaat
Dextrose
Melasse aus der Zuckerproduktion Früchtesirup

Kartoffelprotein Maiskleber
Bierhefe

Melasse

Wenn keine Bio-Melasse verfügbar ist, dürfen Bio Suisse lizenzierte Mühlen nicht biologische Melasse als Staubbinder oder Presshilfsstoff im Rahmen von 3 Prozent (max. 1 Prozent in der Gesamtration) einsetzen.

 

Wiederkäuer müssen mindestens 90 Prozent der Futtertrockensubstanz pro Tierkategorie in Form von frischem, siliertem oder getrocknetem Raufutter erhalten.

Die Futterkomponenten müssen naturbelassen und die angewendeten Techniken der Futterbereitung möglichst naturnah und energieschonend sein. Futtermittel dürfen keine Spuren von gentechnisch veränderten Organismen oder von Folgeprodukten von gentechnisch veränderten Organismen enthalten, die anteilmässig über den gesetzlichen Limiten liegen.

 

 

Definition Raufutter für Bio Suisse Betriebe

  • Verfüttertes Stroh und verfütterte Streue
  • Futter von Dauer- und Kunstwiesen frisch, siliert oder getrocknet (Herkunft Schweiz    und direkte Nachbarländer).
  • Ackerkulturen, bei welchen die ganze Pflanze geerntet wird: frisch, siliert oder getrocknet (Maisganzpflanen werden zum Raufutter gezählt; jedoch wird z. B. Maiskolbenschrot bereits in die Kategorie Kraftfutter eingeteilt).
  • Zuckerrübenschnitzel
  • Futterrüben unverarbeitet
  • Kartoffeln unverarbeitet
  • Abgang aus Obst-, Früchte- und Gemüseverarbeitung (Äpfel, Trauben, Karotten, Randen etc.)
  • Biertreber (Malztreber): Es muss ein unterschriebenes InfoXgen-Formular vorliegen (Formular kann unter www.infoXgen.com heruntergeladen werden)
  • Spelzen von Dinkel, Gerste, Hafer, Reis
  • Sojabohnen-, Kakao- und Hirseschalen
  • Wiederkäuer müssen mindestens 90 Prozent der Futtertrockensubstanz pro Tierkategorie in Form von frischem, siliertem oder getrocknetem Raufutter erhalten.
  • Die Futterkomponenten müssen naturbelassen und die angewendeten Techniken der Futterbereitung möglichst naturnah und energieschonend sein. Futtermittel dürfen keine Spuren von gentechnisch veränderten Organis- men oder von Folgeprodukten von gentechnisch veränderten Organismen enthalten, die anteilmässig über den gesetzlichen Limiten liegen.

 

Milchfütterung bei Säugetieren

Junge Säugetiere müssen auf der Grundlage von unveränderter Milch, vorzugsweise Muttermilch, ernährt werden. Alle Säugetiere sind während eines Mindestzeitraums mit unveränderter Milch zu ernähren. Der Mindestzeitraum bemisst sich nach der Tierart.

Der Mindestzeitraum, während dem unveränderte Milch gefüttert werden muss, beträgt bei Rindern (einschliesslich Büffel- und Bison-Arten) und Tieren der Pferdegattung drei Monate, bei Schafen und Ziegen 35 Tage und bei Schweinen 42 Tage.

Milchpulver darf in dieser Zeit nur als Ergänzung eingesetzt werden. Bei Wiederkäuern ist die Gabe von Raufutter obligatorisch. Mastkälbern muss mindestens 1’000 Liter Vollmilch (unveränderte Kuhmilch) vertränkt werden. Milchersatzpulver ist nicht zugelassen.

 

Zugeführte Futtermittel

Als Ergänzung zur betriebseigenen Futtergrundlage dürfen Futtermittel auf den Knospe-Betrieb zugeführt werden. Dabei gelten jedoch je nach Art der Futtermittel unterschiedliche Anforderungen.

 

4.2.3.1 Knospe-Futter
Die Zufuhr von Knospe-Futter ist erlaubt. Pro Tierkategorie muss mindestens 90 Prozent der Ration aus Knospe- Futter bestehen. Wird Knospe-Futter aus der Umstellung auf biologischen Landbau zugeführt, darf der Anteil an Umstellungsfutter 30 Prozent in der Ration der einzelnen Nutztierkategorien nicht übersteigen.

Im Ausland zugekauftes Knospe-Futter muss von Bio Suisse nachzertifiziert sein. Sonst wird es dem Nicht-Knospe- Futteranteil angerechnet.
Betriebe, die aus dem Ausland Futtergetreide direkt importieren, müssen ihren Bedarf an Futtergetreide mit mindestens 60 Prozent inländischem Futtergetreide decken.

Ab 2018 müssen 70 Prozent des Sojabedarfs mit Soja aus Europa gedeckt werden. Ab 2019 muss sämtliches Knospe-Futter aus Europa stammen. (MKA 6/2017)

Zugeführte Siloballen müssen mit einer Etikette mit folgenden Angaben versehen sein: Knospe-Logo, Produktbezeichnung, Name, Adresse und Bio-Betriebsnummer des Produzenten und Code der Zertifizierungsstelle.“

 

 

Unter dem Thema biologische Tierhaltung werden auch folgende Bereiche behandelt: Tierzucht, Transport, Zukauf, Schlachtviehandel und Nutzviehhandel, Alp/Sömmerung und vieles mehr.

Die ganze Verordnung regelt den biologischen Landbau generell, also auch Planzen, Schädlinge, Krankheiten, etc. etc.

 

16 Jan

Hanf

Hanfpflanze
Hanfpflanze

Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Neben dem Gebrauch als Faser-, Heil- und Ölpflanze findet Hanf auch zur Herstellung von Rauschmitteln Verwendung.
Heute ist Hanf fast weltweit in den gemäßigten bis tropischen Zonen zu finden, sowohl kultiviert als auch verwildert.

Hanfseile und Segeltuch aus Hanf waren in der Schifffahrt wichtig, da die Faser sehr widerstandsfähig gegenüber Salzwasser ist und weniger Wasser aufnimmt als beispielsweise Baumwolle – Baumwollsegel würden bei Regen derartig schwer, dass die Masten brechen könnten. Auch Flachsleinen war ungeeignet, da es bei Kontakt mit Wasser binnen weniger Monate verrottet wäre, was bei Tüchern aus Hanf nicht der Fall war.
Die Hanffaser ist der Baumwollfaser in vielerlei Hinsicht überlegen und auch für die Herstellung bestimmter Papiere geeignet.
Von der Antike bis tief ins 20. Jahrhundert war Hanf ein anerkannter und unentbehrlicher Rohstoff zur Herstellung einer Vielzahl von Gegenständen, darunter Kleidung, Taue und Takelagen für Schiffe und Papier.
In der Wirtschaft ist Hanf äußerst vielseitig einsetzbar und wird wegen seiner hohen Haltbarkeit, Umweltverträglichkeit und niedrigen Energiebilanz geschätzt. (Quelle: Wikipedia)

13 Mrz

Jacroki

Jacroki ist ein Material, das aus 80% Altpapier und 20% Latex hergestellt wird. Es ist eine tierfreundliche und umweltbewusste Alternative zu Leder für Gürtel, Taschen und Portemonnaies.

Eigenschaften: fest, widerstandsfähig und wasserabweisend. Der verwendete Zellstoff stammt aus FSC zertifizierten, nachhaltig und legal bewirtschafteten Wäldern. Für eine ausgezeichnete Haltbarkeit und Wasserfestigkeit kommt ein Materialmix aus 80% Zellulose und 20% synthetischem Latex zum Einsatz. Außerdem wird Jacroki chlorfrei gebleicht und ist mit dem EU Ecolabel zertifiziert.

16 Jan

Kapok

Kapok (von malaisch kapuk), auch Pflanzendaunen genannt, ist die Hohlfaser des Kapokbaumes (Ceiba pentandra). Sie stammt aus den langen Fasern der Früchte des in den Tropen wachsenden Baumes.
Wegen des Lufteinschlusses von 80 % gilt die Kapokfaser nach Pappelflaum als leichteste natürliche hohle Textilfaser der Welt.
Die Fasern besitzen einen feinen Wachsüberzug, der zum einen bewirkt, dass sie nicht leicht zu verspinnen sind, zum anderen jedoch den Vorteil hat, dass die Haare nicht benetzt werden können.
Kapok wird häufig als Innenmaterial für Sitzkissen verwendet. Besonders geeignet auf Segel- und Motoryachten. Ein Kapokkissen hat den Vorteil, dass es kein Wasser aufnimmt und sogar schwimmfähig ist.“

Es werden auch Bettwaren aus Kapok hergestellt, meist in einem Mischverhältnis Kapok-Baumwolle. Kapok wärmt gut. Kapok ist eine gute Alternative für Veganer, die auch im Bett keinerlei Produkte tierischer Herkunft haben möchten (keine Wolle, Daunen, Seide). Allerdings benötigen Kapok-Bettwaren regelmässiges Durchschütteln und Auslüften an der Sonne, um ihre guten Eigenschaften zu behalten. (Quelle: Wikipedia)

04 Dez

kbA Bio Baumwolle

kbA ist das Acromym für kontrolliert biologischer Anbau

Baumwollanbau

Im konventionellen Baumwollanbau werden viele Umweltsünden begangen:
Da die Baumwollpflanze sehr anspruchsvoll und äusserst anfällig ist, werden im konventionellen (herkömmlichen) Anbauverfahren grosse Mengen an Pestiziden und anderen gefährlichen Chemikalien verwendet. Dies führt zur Vergiftung des Wasser und der Landarbeiter, zum Sterben der Vögel und Fische mit katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt.

Die Alternative zu diesem herkömmlichen, schädlichen Anbau ist der biologische Anbau, woraus dann die Biobaumwolle hervorgeht. Wenn der Anbau international festgelegten Kriterien entspricht und regelmässigen, strengen Kontrollen unterliegt, erhält die Baumwolle ein Zertifikat und darf als kbA Bio-Baumwolle vermarktet werden.

Sowohl Produzenten wie Konsumenten von kbA Bio-Baumwolle leisten einen Beitrag zur Pflege der Erde:
Für den Anbau von kbA Biobaumwolle gilt folgendes:

  • keine Pestizide, keine Fungizide, keine Insektizide,
  • keine Gentechnologie
  •  kein Kunstdünger
  • keine Entlaubungsmittel
  • nur mechanische oder biologische Unkrautbekämpfung
  • keinerlei kritische Mittel bei Weiterverarbeitung
  •  menschenwürdige Arbeitsbedingungen und fairer Handel
13 Mrz

Kork

Kork eignet sich auch als Werkstoff für Gebrauchsartikel in der Mode zum Beispiel für Portemonnaies, Taschen, Laptophüllen und anderes.

Kork ist ein nachhaltiges und umweltfreundliches Produkt. Kork ist die Rinde der Korkeiche, die man zur Korkgewinnung nicht fällen muss, sondern immer schonend schälen kann. Bei sorgfältiger Behandlung wächst die Rinde wieder nach.
Wie jeder Baum schützt die Korkeiche den Boden vor Erosion und bindet CO2.
Durch die wirtschaftliche Nutzung können die Korkwälder/Biotope erhalten werden. Sie bieten vielen Tier-und Pflanzenarten Schutz und ein Zuhause.
Die Korkproduktion ist ökologisch, denn es gibt keine chemische Belastung des Grundwassers und man braucht keine toxischen Stoffe oder Konservierungsmittel.

19 Jan

Leder

Leder ist auch ein beliebtes Naturprodukt für Bekleidung und Accessoirs.
Die Haut verschiedenster Tiere ist geeignet für die Gerbung und Weiterverarbeitung zu schönen und nützlichen Dingen unseres täglichen Gebrauchs (Bekleidung/Sitzmöbel etc)

Aber auch hier gilt, obwohl ein Naturprodukt ist Leder deshalb noch lange kein umweltfreundliches Produkt.

Im Gegenteil: die Herstellung von Leder im herkömmliche Sinn ist mit vielen scheusslichen Verfahren verbunden:

In den Billigproduktionsländenr wie Afrika und Indien, wie auch weiteren asiatischen Märkten, die dick im Ledergeschäft sind, werden die lebenden Tiere auf grauenvolle Art und Weise behandelt und geschlachtet (was möglicherweise auch in der 1. Welt nicht anders gehandhabt wird). Danach folgt die äusserst umweltzerstörerische „Weiterverarbeitung“ unter schlimmsten Bedingungen für die Arbeiter, welche oft sehr jung sind: arbeiten ohne Schutzmassnahmen: ohne Schuhe in giftigen Flüssigkeiten herumwaten, giftige Dämpfe einatmen, vergiftetes Wasser trinken etc. etc.

04 Dez

Leinen

Lein

Das Gewebe Leinen wird aus der Leinpflanze hergestellt. Oft wird die Leinpflanze auch als Flachs bezeichnet.
Die Pflanze hat hübsche kleine zartblaue Blüten. Wenn Flachs zur Leinenproduktion kultiviert wird, entstehen wunderschöne blaue Felder, wenn die Pflanze blüht.

Leinengewebe wurden traditionell für Bett- und Hauswäsche verwendet. In dieser Nutzung wurden sie im Laufe des späteren 19. Jahrhunderts vermehrt von der billigeren Baumwolle verdrängt. Heutzutage gewinnt die Herstellung von Leinen aus ökologischen Gründen wieder vermehrt an Bedeutung. Flachs wächst auch in gemässigten Klimazonen (verminderte Transportwege für Produkte, die so nicht von weit weg hierher gebracht werden müssen. Umweltfreundlichere Herstellung als bei Baumwolle). „Die Flachs- oder Leinenfaser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen und zählt zu den Bastfasern. Leinenfasern bilden Bündel, im Gegensatz zu Samenfaser der Baumwolle, die aus unverbundenen Einzelfasern bestehen.“

Leinengewebe

Leinengewebe

Leinengewebe wurden traditionell für Bett- und Hauswäsche verwendet. In dieser Nutzung wurden sie im Laufe des späteren 19. Jahrhunderts vermehrt von der billigeren Baumwolle verdrängt.

„Gegenüber anderen Bastfasern ist die Leinenfaser gut teilbar und fein verspinnbar, was sie für Wäsche und Kleidung auszeichnet. Die Leinenfaser ist glatt und das Leinengewebe schließt wenig Luft ein, so ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien, die Faser ist von Natur bakterizid, fast antistatisch und Schmutz abweisend. Leinen nimmt bis zu 35% Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus, wirkt somit kühlend, ist dennoch trocken wärmend. Deswegen wird das Gewebe gern für Sommerbekleidung eingesetzt. Die Wasserhaltung auf der Oberfläche ist auch Ursache der antistatischen (und damit Schmutz abweisenden) Eigenschaft. Die Leinenfaser ist sehr reißfest und extrem unelastisch. Aufgrund der geringen Elastizität ist Leinen knitteranfällig; die Reißfestigkeit macht das Leinen strapazierfähig und langlebig. Leinen ist stark und muss nicht wie Baumwolle nachgestärkt werden. Es hat natürlichen Glanz und Stärke.
Anfällig ist Leinen jedoch gegenüber Reibung. Seine Scheuerfestigkeit ist geringer als die der Baumwolle; es sollte deswegen bei Wäsche der Schongang eingesetzt werden oder bei Handwäsche nur gestaucht und nicht gerieben werden.

Leinen ist gegen Waschlaugen, Waschmittel, Kochwäsche, chemische Reinigung und hohe Temperaturen beim Bügeln unempfindlich. Trockene Hitze schädigt das Gewebe jedoch, daher muss es zum Bügeln noch leicht feucht sein, Wäschetrockner sind ungeeignet.
Das Bleichen von Leinen ist problematisch. Vollbleiche führt zu Gewichtsverlusten von bis zu einem Fünftel. Das Färben von Leinen ist im Garn oder am Gewebe möglich. Das Blau der Berufsbekleidung ist auf das Färbeverhalten des Leinens zurückzuführen, das mit Naturfarben nur mit Indigo einigermaßen echt gefärbt werden konnte. Dies liegt an der Eigenschaft von Leinen als Zellulosefaser, die beim Färben keine chemische Bindung ermöglicht. Möglich ist die Färbung neben den genannten Küpenfarbstoffen mit der Klasse der substantiven Farbstoffe, dabei wird das Farbstoffmolekül (nur mechanisch gefangen) in das Knäuel des polymeren Zellulosemoleküls eingebaut.

Leinen wird wieder neu entdeckt bei Leuten, die ökologische denken (kann im Gegensatz zur Baumwolle in unseren Breitengraden produziert werden, kurze Transportwege). Man findet wieder Leinenproduktionsstätten in Europa (Niederlande und Frankreich). Da der herkömmliche Flachsanbau leider auch nicht mehr auskommt ohne Pestizide und giftige Düngemittel, entstanden Projekte für biologischen Flachsanbau, die nun erfolgreich