Über mich

Kathrin Seiler-ErbSeit einiger Zeit befasse ich mich damit, unseren Haushalt und meine Lebensführung noch etwas intensiver zu "ökologisieren". Das heisst, ich wollte auch Bio Bett-und Küchenwäsche für uns privat und fürs Bio Bed and Breakfast, und möchte meine Bekleidung im Laufe der Zeit ökologischer werden lassen.  Die Bettwäsche und Küchentücher habe ich mittlerweile realisiert, indem ich die Sachen nach meinem Desing habe fertigen lassen.

Mit der Mode ist das leider nicht ganz einfach, denn obwohl es bereits viele Öko Sachen gibt, gefält mir halt längst nicht alles. Und wenn es mir gefällt , ist es oft nicht gut tragbar, weil die Schnitte nicht stimmen. Deshalb bin ich stets auf der Suche nach öko-Modelabels, die Kleider machen, die Rasse und Klasse haben und wo Qualität, Design und Schnitt gleichermassen begeistern.

Wenn ich nicht fündig werde, werde ich unter meinem Label orecsu noch das eine und andere für mich, aber auch für andere,  fertigen lassen.

Was früher war:

Mein Interesse am Umweltschutz begann bereits im Alter von ca. 12 Jahren. Ich wurde Mitglied beim WWF und beteiligte mich am Markenverkauf für bedrohte Tierarten, wie den Grossen Panda Bären aus China, den Sibirischen und Indischen Tiger und eine lange Liste anderer vom Aussterben bedrohter Tierarten. Im Lauf der Jahre erweiterte sich mein Wissen und Bewusstsein. Umweltschutz gewann ganz neue Dimensionen: die sozialen Bedingungen der Menschen und das sich daraus ergebende Verhalten.
In den Jahren zwischen 20 und 30 habe ich mich aktiv im Verein der 3. Weltläden engagiert (Heute: Claro-Läden). Nebenbei schloss ich mich einer Gruppe von Frauen an mit der Idee, einen Bio-Laden zu eröffnen. Nach vielen Stunden des Diskutierens, Planens, Organisierens und Arbeitens gelang es uns, den Bio-Laden „Kornblume“ in Langenthal ins Leben zu rufen. Von Beginn an war es eine Erfolgsgeschichte, nicht zuletzt auch Dank den vielen Anhänger/innen der ebenfalls in dieser Zeit neu eröffneten Rudolf Steiner Schule Langenthal. Unsere Lieferanten waren Knospe Bio Bauern und zu einem grossen Teil auch Demeter Bio Bauern. Von beiden gab es damals (ca. 1982) noch nicht so viele wie heute. Gute Partner waren auch Biofarm Kleindietwil, Vanadis und viele andere. Schon von Anfang an führten wir ein breites Sortiment an Frisch-Produkten (Milchprodukte, Eier, Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Früchte), Getreide und deren Verarbeitungsprodukte, des weiteren Kaffe, Tee und Lebensmittel aller Art, Haushaltartikel wie Wasch- und Reinigungsmittel und Kosmetika.
Die „Kornblume“ existiert zum Glück noch heute (Feb. 2011), allerdings an einem anderen Standort.

Mein damaliger Mann und ich zogen dann weg von Langenthal. In den folgenden Jahren widmete ich mich vorwiegend meiner Familie. Die 3 Kinder, der Hund, das grosse Haus mit viel Umschwung inkl. Gemüse-und Beerengarten nahmen mich voll in Anspruch. Wir lebten unseren privaten Öko-Traum. Mein Mann hatte das Haus selbst entworfen. Der ganze Bau war aus Holz. Ein richtiges Pionier-Ökohaus mit 50 cm dicker Isolation (Holzspäne), Warmwasseraufbereitung via Dach (Sonnenenergie) und Speicher im Keller. Nur ein kleiner Schwedenofen im Wohnzimmer spendet Wärme für das ganze Haus. Die Böden sind aus unbehandelter Eiche, die Wände aus unbehandelter Tanne.
Das Dach schützte die Aussenwände vor der Witterung, sodass auch für diese Holzwände keine Behandlung mit Holzschutzmittel notwendig war. 1990 wurde das Haus fertig gestellt. Im Naturgarten mit Biotop wuchsen nur einheimische Sträucher und Stauden. Es siedelten sich viele Schmetterlinge und andere Kleintiere an.

In all den Jahren war ich immer Mitglied beim WWF und Schweizerischen Naturschutzbund. Konsumentin von Bio- und Öko-Produkten. Auch mit unserem bewussten Verhalten/Lebensstil versuchten wir unseren ökologischen Fussabdruck möglichst klein zu halten.
1999 bin ich nach Luzern gezogen. Seitdem ernähre ich mich von Rohkost. Das Bio-Bed&Breakfast  führe ich nun seit 2006 im neuen Haus, welches ich mit meinem 2. Ehemann bewohne. Zuhause besteht unser Essen zu ca. 98-100% aus rohen biologischen Lebensmitteln. Wir essen Früchte, Gemüse, Getreide und Samen. Zu Beginn liebten wir es auch, 2-3 mal pro Woche rohen Fisch (Thunfisch aus nachhaltigem Fang (MSC=Marine stewardship Council) und Lachs aus biolog. Zucht oder Wildfang zu essen. Wir nehmen keine Milchprodukte, keine Eier und kein Fleisch zu uns. Abgesehen von Honig und Fisch leben wir vegan. Seit einiger Zeit (2012) haben wir auch den Fisch konsum drastisch eingeschränkt. Wir sind davon überzeugt, dass es besser ist, sich möglichst vegan zu ernähren.

Grund: "Es ist die wirksamste Methode, um auf friedfertige Weise den wichtigsten Beitrag für Klima, Umwelt, Tiere, Menschen und die eigene Gesundheit zu leisten." (Zitat aus dem VgT Heft nr. 3 Oktober 2012, VgT= Verein gegen Tierfabriken)

Diese Ernährung tut uns sehr gut und ist dazu noch überaus umweltfreundlich. Kein Kochen, also kein Energieverbrauch. Auf dem Blog Ernährung finden sich weitere Texte zu diesem Thema, die die Zusammenhänge erklären.

Seit 2011 widme ich mich auch meinem Textil-Label Orecsu und dem Verkauf von Öko-Textilien anderer Labels wie hofius, alkena, TEKO, Hempage, Hocoasa, KarlenSwiss, die man online hier oder bei mir zuhause einkaufen kann.