Ernährung

Oct 14, 2012

The China Study


Meine Empfehlung: Lektüre des Buches „ The China Study“ von Campbell

Meine Ernährung

Ich war ungefähr 17 oder 18 Jahre alt, als ich mich zum Vegetarismus hingezogen zu fühlen begann. Seither  habe ich diese Ernährungsweise bis auf ein paar wenige Unterbrüche/Ausnahmen in den ersten Jahren beibehalten.

Fisch und Meerestiere kamen gelegentlich noch auf den Tisch, Fleisch schon lange nicht mehr. Vor 11 Jahren begann ich auch noch die Milchprodukte wegzulassen. Das kam so:

Ich litt unsäglich unter Endometriose (siehe Wikipedia) und mein diastolischer Blutdruck war stets zu hoch, obwohl ich schlank, jung und Nicht- Raucherin war. Zudem war ich stets müde und fühlte mich schlapp.

Als ich dann mit 40 auf Rohkost umstellte und gleichzeitig die Milchprodukte weg liess, sank mein Blutdruck auf normale Werte und mein allgemeines Wohlbefinden verbesserte sich spürbar. Allmählich liessen auch die Endometriose-Beschwerden nach, bis sie nach 1.5 Jahren endgültig verschwanden.

Im Juli 2012 beschlossen mein Mann und ich, auch auf die restlichen tierischen Produkte zu verzichten: also keine Fische/Crevetten, Muscheln etc. mehr.

Wir sind nun also vegane Rohköstler, aber nicht fanatisch darauf versessen. Das heisst, wir können bei einer Einladung auch mal gekocht essen oder als Gast an einem Aperitif ein Brötli mit Käse essen ohne gleich einen Aufstand zu machen.

Warum leben wir diese für die meisten Menschen ungewöhnliche Ernährungsform?

Wir haben diese Entscheidung aus verschiedenen Gründen getroffen:

Wenn man das Buch China Study von Campell liest, wird man es verstehen.

Es ist jedoch nicht nur der gesundheitliche Aspekt auschlaggebend.

Es gibt mehrere Gründe:

Kurz zusammengefasst, sind es folgende:

-Gesundheit für Körper und Geist

-schändliche Tierhaltung, Missachtung des Lebens der Tiere

-globale Umwelt-und Sozialproblematik

 

Diese Themen sind weitgreifend und interessant. Es gäbe viel darüber zu schreiben.

Momentan bin ich froh, dass ich nicht mehr mitmache in dem sich abspielenden Horrorszenario der Massentierhaltung/Schlachterei und dass sich das erst noch positiv auf den Erhalt meiner Gesundheit auswirkt.

 

Im Moment ist ja die grosse Debatte um die Agrarpolitik 2014-2017 im Gange .

Da lese ich gerade einen Aufruf des Schweizerischen Tierschutzes in der Coop Zeitung:

„Ein Skandal: zwischen 2014-2017 sollen nach dem Willen des Bundesrates fast 14 Milliarden Franken an Direktzahlungen in die Landwirtschaft fliessen, obwohl noch immer Millionen von Nutztieren tierfreundliche  Ställe und Auslauf ins freie vorenthalten werden!

Schuld daran sind eine verfehlte Agrarpolitik , welche bis heute auch Tierschutz-Minimalisten grosszügig mit Direktzahlungen unterstützt, und Bauernverbandsfunktionäre, die in Bern lieber den Tierschutz bekämpfen als sich für tierfreundliche Landwirte einzusetzen.

Fakt ist auch, dass Bauern, die ihre Tiere in geräumigen Ställen und mit regelmässigem Auslauf ins Freie halten, wie wir Steuerzahler und Konsumenten es uns wünschen, extrem stiefmütterlich behandelt werden. Nur gerade 9% der Direktzahlungen sind bislang in die Förderung des Tierwohls investiert worden.

Wenn wir Menschen Tiere schon für unsere Zwecke nutzen, sollen sie wenigstens artgerecht und anständig gehalten werden. „

 

Dies ist eine verkürzte Fassung des Textes.

Aber ich sage dazu: Der Verfasser, Herr Heinz Lienhard, Präsident des STS, hat vollkommen Recht.

 

Aber am besten verhindern Sie solche Missstände, indem Sie Vegetarier /in oder noch besser Veganer/ in werden. Wenn es nicht klappt, die Ernährung ganz umzustellen, hilft auch schon eine massive Einschränkung des Fleisch/Eier/Milchprodukte Konsums. Ein Versuch lohnt sich. Es gibt viele tolle Rezeptbücher auf dem Markt.